Aktuelle Termine

  • Ab Mi. 19. Juni 2019 | Seminare zum Frauenwahlrecht
    
  • So. 21. Juli 2019 | Herrengedeck: Wann ist ein Mann ein Mann?
    

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Ab 19. Juni 2019, 20:00 Uhr: Seminare zum Frauenwahlrecht

Im Januar 1919 konnten Frauen erstmals in Deutschland sich aktiv und passiv an Parlamentswahlen beteiligen. Dieses Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ nehmen wir zum Anlass, in einer Seminarreihe den Kampf um das Frauenwahlrecht zu behandeln. Gemeinsam mit Frau Claudia Weinschenk möchten wir in den nächsten Wochen auf historische Spurensuche gehen, um die Ursprünge des Frauenwahlrechts zu erforschen. Dich interessiert, welche Frauen und welche Persönlichkeiten zu diesem historischen Tag
beigetragen haben? Du möchtest wissen, wie damals gelebt wurde und was sich veränderte? Du möchtest mitdiskutieren und debattieren? Dann schreibe eine E-Mail an geschichts-ver-fuehrungen@web.de oder schau doch ganz einfach vorbei. Es warten spannende Themen, Diskussionen und Persönlichkeit*innen auf Dich. 19. Januar 1919 – einer der wohl bedeutendsten Tage des 20. Jahrhunderts. Alle Anstrengungen der Frauenrechtlerinnen der letzten Jahre haben sich gelohnt! 82 Prozent aller wahlberechtiger Frauen treten an die Wahlurne – und geben zum ersten Mal ihre Stimme ab! Doch diese neu erworbene und vor allem unabhängige Sichtbarkeit der Frau gründet auf einem harten und steinigen Weg. 100 Jahre Frauenwahlrecht – ein flammender Aspekt der Geschichte des 20. Jahrhunderts, der unsere Gesellschaft nachhaltig prägte und der allzu oft unsichtbar bleibt. Das Bild zeigt Louise Otto(-Peters), die als Begründerin der Dt. Frauenbewegung gilt und vehemente Verfechterin des Frauenwahlrechts war.

Jede Seminarsitzung findet an einem Mittwoch jeweils 20 – 21.30 Uhr im kleinen Konferenzraum der Weissenburg statt.

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Übersicht aller Termine:

– 19.6.2019 Positionen der deutschen Frauenbewegung I: Die Anfänge der Stimmrechtsbewegung
Mit der Gründung der „Frauenzeitung“ 1849 durch Louise Otto wird der Beginn der deutschen Frauenbewegung markiert. Louise Otto und 3 Jahrzehnte später Hedwig Dohm waren die ersten Frauen in Deutschland, die öffentlich das Wahlrecht für Frauen forderten.

– 10.7.2019 Positionen der deutschen Frauenbewegung II: Bürgerliche Frauenbewegung – Die „Gemäßigten“
Die bürgerliche Frauenbewegung war in der Wahlrechtsfrage gespalten. Heute wollen wir uns mit der Position der „Gemäßigten“ unter der Federführung von Helene Lange befassen.

– 31.7.2019 Positionen der deutschen Frauenbewegung III: Bürgerliche Frauenbewegung – Die „Radikalen“
Die „Radikalen“ der bürgerlichen Frauenbewegung kämpften mit vielerlei Aktionen um die Möglichkeit einer politischen Beteiligung von Frauen.

– 21.8.2019 Positionen der deutschen Frauenbewegung IV: Die sozialistische Frauenbewegung
Nach der Gründung der SAPD (heute SPD) bildeten sich Arbeiterinnenvereine, die schließlich zu einem eigenen Strang der Frauenbewegung wurde. Ihre Ziele unterschieden sich von denen der Bürgerlichen. Hauptakteurin war Clara Zetkin.

– 11.9.2019 Gemeinsame Aktionen der Bürgerlichen und der Sozialistinnen ab 1917
Während des 1. Weltkriegs schlossen sich Frauen der bürgerlichen und der sozialistischen Bewegung zusammen, um gemeinsam das Frauenwahlrecht zu erkämpfen

– 2.10.2019 Proklamation des Frauenwahlrechts und die Wahlen zur Nationalsversammlung
Am 12.11.1918 wurde das Frauenwahlrecht proklamiert, am 19.1.1919 fanden die ersten reichsweiten Wahlen mit Frauenbeteiligung statt. Diese Ereignisse werden heute erörtert.

– 23.10.2019 Abschluss
Wir wollen heute die Themen des Seminars noch einmal Revue passieren lassen und in einer Abschlussdiskussion uns überlegen, was wir aus dem Kampf der Frauen für unsere heutige Zeit lernen können.

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21. Juli 2019, 16:30 Uhr: Herrengedeck: Wann ist ein Mann ein Mann?

Bunt und divers – das gilt auch für die Männerwelt von heute. Traditionelle Geschlechterrollen zwischen Mann und Frau, aber auch innerhalb eines Geschlechts brechen auf. Was bedeutet diese neue Vielfalt für die Selbstwahrnehmung von Männern und für ihre Rolle in der Gesellschaft? Wie sehen sich Männer, die aus anderen Kulturkreisen kommen? Wie geht es jungen Männern? Welche Vorbilder haben Jungs – brauchen sie heute überhaupt welche oder definieren sie sich selbst? Schwul – na, und? Oder eben doch nicht: Ist Homosexualität in der modernen offenen Gesellschaft noch ein Thema? Und welches Männerbild herrscht in Führungsetagen, beim Arbeitskampf? Was bedeutet das Aufbrechen der festgefahrenen Rollenbilder bei Männern, die bislang Strukturen und Rituale geprägt haben? Verlustängste? Erleichterung? Mit unseren Podiumsgästen reflektieren wir über den Alltag von Männern – diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Weissenburg e.V. und Sissy That Talk statt und ist Teil der Stuttgarter CSD-Kulturwoche, in der verschiedenste Aktivitäten rund um geschlechtliche Vielfalt laufen. Anmeldung:
https://www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/234836/